Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Aktuelles für Juni, 2009.
- Allgemein (33)
- 1.9.2010: In vielen kleinen Schritten zum großen Ziel
- 14.2.2010: Ohne Worte
- 13.2.2010: Einladung
- 13.2.2010: Rhodesian Ridgeback bei uns Zuhause
- 9.1.2010: Alles Gute für 2010
- 11.10.2009: Ironman Hawaii 11:15:35 Rang 881 zufrieden?
- 31.8.2009: Lasst Euch niemals "NIE" sagen
- 22.6.2009: Influenza stoppt meine Träume von Hawaii...
- 4.3.2009: Frankfurter Sparkasse IRONMAN European Championship
- 26.12.2008: Zum Jahreswechsel
Archive für Juni 2009
Influenza stoppt meine Träume von Hawaii…
22.6.2009 von Andreas.
….. aber noch ist nicht aller Tage Abend.
Meine Trainingsvorbereitungen liefen richtig gut. Drei Trainingslager und keinerlei gesundheitliche Probleme ließen mich hoffen die Qualifikation beim Ironman Frankfurt und somit das heiß begehrte Tickte für Hawaii zu erkämpfen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Mein Saison Auftakt Rennen in Buschhütten sollte mir zeigen, dass ich in der Trainingsvorbereitung alles richtig gemacht habe. Doch eine Woche vor dem Rennen fing ich an zu kränkeln. So hatte ich die Chance mich auszuruhen und hoffentlich fitt gegen die jungen Burschen in Buschhütten anzutreten.
Kurz vor dem Schwimmstart sagte ich aus Spaß in die Runde, alle über 25zig Jahren sollten doch mal die Hand heben. Keine Reaktion. Ich wunderte mich, hat man mich nicht verstanden? Nein, ich hätte die Frage anders stellen müssen, alle unter 25zig bitte die Hände heben und dann hätte es auch geklappt. So wusste ich, dass ich als 41zig jähriger Triathlon Opa, dass es ein schwerer Tag für mich wird.
Mit 18 Sekunden Rückstand auf die Spitze ging ich auf mein Rad. 18 Sekunden, eigentlich kein wirklicher Rückstand. Vor allem weil ich ja eines nicht verlernt hatte, dass Rad fahren. Aber ich habe es einfach nicht geschafft das Loch zuzufahren. Beim Laufen wurden die Beine dann zusehends schwerer und das einzige was mich trösten konnte war die grandiose Kulisse in Buschhütten und das schöne Wetter. Was war los? Warum konnte ich trotz des hohen Trainingspensums nicht mal ansatzweise mit der Spitze auf dem Rad mithalten? Das ich in meinem Alter vorne nicht mehr mitlaufen würde war mir klar aber zumindest mit Schwimmen und Rad fahren hätte klappen müssen. Die Antwort kam zwei Tage danach.
Zuhause angekommen habe ich mich erst einmal versucht von dem Rennen zu erholen. Doch langsam aufkommendes Fieber und Gelenkschmerzen zeigten mir, dass es Zeit war eine Pause einzulegen. Eine Krankheit in der direkten Wettkampfvorbereitung ist nichts Neues für mich. Das kenne ich zu genüge. Man bewegt sich immer auf einem sehr schmalen Grad. Das ständige ausloten der eigenen Grenze bringt einen dazu auch mal zu überziehen. Also dachte ich mir ruhig bleiben, abwarten und nach ein paar Tagen wird es schon wieder gehen. Mein Fieber wurde immer höher und es stellte sich keine Besserung ein. Antibiotika und Fiebersenkende Mittel sollten helfen. Aber es wurde immer schlimmer. Festgestellt wurde dann, dass ich mir eine Influenza Typ A eingefangen habe die mich vier Wochen völlig außer Gefecht gesetzt hat. Das ich nach diesem Trainingsrückstand kein Ironman Rennen bestreiten kann wird wohl jeder verstehen.
Was jetzt? Seit einer Woche kann ich wieder locker Trainieren. Am Sonntag war ich in Dortmund beim Westfalen Triathlon am Start und konnte wiedererwartend gewinnen.
Ich bin sehr gut geschwommen, erstklassig Rad gefahren aber nur drittklassig gelaufen. Mir fehlt zurzeit einfach die Substanz und das bedeutet einen völlig neuen Trainingsaufbau. Meinen Traum noch einmal als Profi nach Hawaii zu kommen will ich nicht einfach begraben. Ich weiß, dass es sicherlich nicht einfach wird, aber wer sagt, dass das Leben immer leicht sein muss?
Ich hoffe nun von Krankheiten verschont zu bleiben um über einige Kurzstreckenrennen meine Form wieder aufzubauen. Am 30zigsten August startet der Ironman Louisville in Kentucky und gleichzeitig die für mich wohl letzte Chance mein Ticket zu lösen.
Alle anderen die in Frankfurt, Klagenfurt in der Schweiz oder sonstwo versuchen ihre Qualifikation für Hawaii zu bekommen, können sich eines gewiss sein, ich drücke euch die Daumen und wünsche Euch, dass Euer Traum in Erfüllung geht. Denn ich weiß wie schwer und hart ihr für dieses Ziel trainiert und gekämpft habt.
Ich hoffe, dass wir uns in Kona am Pier sehen,
bis bald, bleibt gesund
Euer Andreas Niedrig
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
