- Allgemein (33)
- 1.9.2010: In vielen kleinen Schritten zum großen Ziel
- 14.2.2010: Ohne Worte
- 13.2.2010: Einladung
- 13.2.2010: Rhodesian Ridgeback bei uns Zuhause
- 9.1.2010: Alles Gute für 2010
- 11.10.2009: Ironman Hawaii 11:15:35 Rang 881 zufrieden?
- 31.8.2009: Lasst Euch niemals "NIE" sagen
- 22.6.2009: Influenza stoppt meine Träume von Hawaii...
- 4.3.2009: Frankfurter Sparkasse IRONMAN European Championship
- 26.12.2008: Zum Jahreswechsel
In vielen kleinen Schritten zum großen Ziel
1.9.2010 von Andreas.
Die großen Ziele sind es meist, die wir erreichen wollen, vor denen wir aber auch Angst haben. Hat man nur das große Ziel vor Augen, fühlt man sich schnell überfordert. Darum sollte man immer Schritt für Schritt Dinge angehen und dabei erkennen, dass man seinem Ziel langsam aber stetig näher kommt.
Ich schreibe seit geraumer Zeit eine Kolumne auf der Webseiter der Techniker Krankenkasse. Diese werde ich jetzt auch auf meiner Seite veröffentlichen, damit Sie auch mal aktuelle Texte verfolgen können :-) Ich bin ja schon etwas faul was meine Aktualisierungen betrifft. Sorry!
In meinen letzten Beiträgen habe ich häufiger das Race Across America erwähnt. Abgekürzt heißt es RAAM. 4800 km nonstop mit dem Fahrrad, quer durch den amerikanischen Kontinent. Dieses Jahr bin ich mit einem Vierer-Teambei diesem Rennen gestartet und in 6 Tagen 23 Stunden und 56 Minuten am Zielort angekommen. Nächstes Jahr wird es mein Ziel sein, das Rennen allein zu fahren.
Jetzt werden Sie sich sicherlich fragen, warum tun sich Menschen das an? Das kann doch nicht gesund sein!
Ein professionell kalkuliertes Sportevent
Auf den ersten Blick, von außen betrachtet, sind Dinge, die wir nicht kennen und die man schlecht einschätzen kann, oft mit gedanklichen Barrieren verbunden. Dies trifft nicht nur bei außerordentlich sportlichen Leistungen zu. Nein, diese Barrieren finden wir bei allen Dingen, mit denen wir uns zuvor nicht beschäftigt haben. Ich finde es zum Beispiel unfassbar, was trainierte Kinder auf BMX-Rädern leisten können. Mit offenem Mund schaue ich mir das Spektakel an und frage mich, wie oft müssen die gestürzt sein, bevor sie so fahren konnten? Unweigerlich kommt bei mir der Gedanke auf: Das kann doch nicht gesund sein!
Wenn man sich das Ganze aber länger anschaut, stellt man fest, dass diese Kids etwas tun, an das sie sich nach und nach herangetastet haben. Es sieht sehr kalkuliert-trainiert aus und vor allem: Es erscheint sicher.
Genau so sehe ich mein Race Across America von diesem Jahr. Diese Sicherheit sehe ich vor allem auch als Einzelstarter im nächsten Jahr. Mein RAAM wird ein professionell kalkuliertes Sportevent, auf das ich mich seit mehr als zehn Jahren, nicht unbedingt bewusst, vorbereitet habe. Bei diesem Projekt geht es nicht allein darum, sich beimTraining auf das Radfahren zu konzentrieren. Es sind viele kleine und auch große Bereiche, die stimmen müssen. Das, was Sie nach einem solchen Rennen sehen, ist allein das Ergebnis. Ich kann durchaus verstehen, dass für Sie Fragen offen bleiben und vor allem Unverständnis, wie man eine solche Strecke in dieser Zeit bewältigen kann.
Man wächst mit seinen Aufgaben
Ähnlich sehe ich es auch bei einem Zehnkampf. Ein Zehnkämpfer hat sicherlich nicht mit dem Sport begonnen und direkt alle zehn Disziplinen trainiert. Er hat mit irgendeiner Sportart begonnen und sich nach und nach an die zehn verschiedenen Sportarten herangewagt.
Oder stellen Sie sich bitte doch einmal eine für Sie persönlich neue Situation vor. Ihr erster Schultag, der Beginn ihrer Ausbildung oder ein neuer Job. Sie betreten einen neuen Lebensabschnitt, in dem Sie unbekannten, fremden Menschen begegnen. Sie lernen neue Arbeitsabläufe kennen, bei denen Sie vielleicht anfangs wie der sprichwörtliche “Ochs vorm Berg” stehen und sich denken, das schaffst Du nie! Und doch schaffen wir dann immer wieder Dinge, die uns zuvor als unmöglich, unlösbar erschienen. Man - besser Mensch - wächst mit den Aufgaben, sagt man. Genau so ist es!
Genau deshalb möchte ich versuchen, meine Vorbereitung für das RAAM 2011 so anschaulich darzustellen, dass Sie erkennen, dass das große Ziel - das zugegeben selbst für mich heute oft unerreichbar scheint - durch die vielen Ziele, die ich in den letzten Jahren im Vorfeld erreicht habe und die Vorbereitung verständlich wird. Alles beginnt mit dem ersten Schritt. Etwas, das wir viel zu häufig vergessen oder auch gar nicht hören wollen.
Einfach, gibt es nicht!
Bei jemand, der seine Aufgabe beherrscht, scheint alles so einfach zu sein. Genau dies ist aber der springende Punkt. Einfach, gibt es nicht!
Wenn ich nochmal jung wäre …
Hier noch eine kleine Geschichte am Rande. Nach einem Trainingslager auf Lanzarote stieg ich ins Flugzeug, um nach Hause zu fliegen. Neben mir saß eine sehr nette Kölnerin, mit der ich schnell ins Gespräch und schließlich auf das Thema Trainingslager kam. “Auf Lanzarote Fahrrad fahren, das geht?”, fragte die Kölnerin und ich erzählte ihr, dass Lanzarote das Trainingsdomizil von vielen Sportlern wäre. Sie schaute in die Ferne und meinte nur: Ja, wenn ich noch einmal jung wäre, würde ich auch mehr Sport treiben und auf meine Figur achten. Aber irgendwie schaffe ich es nicht, mein Übergewicht in den Griff zu bekommen. In diesem Moment kam die Stewardess und fragte, was wir trinken wollten. Meine Sitznachbarin bestellte sich eine Cola, ich eine Apfelsaftschorle.
Eigentlich hätte ich sie schon in diesem Moment auf ihre Getränkeauswahl aufmerksam machen sollen, ich ließ es aber sein. Nach der Landung stiegen wir aus, verabschiedeten uns und gingen zum Gepäckband. Es ging über lange Korridore und dann noch eine Treppe hinunter. Ich entschied mich für die Treppenstufen, meine Flugnachbarin für die Rolltreppe. Unten angekommen grinsten wir uns an und ich konnte nicht mehr umhin und sagte zu ihr: Wenn sie wirklich abnehmen möchten, hätten Sie heute zwei kleine Entscheidungen treffen können, die Sie näher an ihr Ziel gebracht hätten. Anstatt der Cola, ein Wasser - anstatt der Rolltreppe die Stufen.
Täglich kleine Veränderungen ohne sich zu quälen
Zwei kleine Entscheidungen, die man verinnerlichen sollte und tagtäglich könnten kleine Veränderungen hinzukommen. Ohne sich zu quälen, bekommt man mehr Bewegung und eine bewusstere und gesündere Art sich zu ernähren. Das große Ziel “abzunehmen” wird durch die vielen kleinen Schritte zusehends kleiner und erscheint nach und nach nicht mehr unmöglich.
Die großen Ziele sind es meist, die wir Menschen erreichen möchten, aber vor denen wir auch Angst haben. Zu recht, denn wenn man nur das große Ziel vor Augen hat, gerät man schnell in die Situation, dass man sich überfordert fühlt. Die Gefahr, dass man dann aufhört seine Ziele erreichen zu wollen, ist dann sehr hoch. Aus diesem Grunde sollte man immer Schritt für Schritt Dinge angehen und dabei erkennen, dass man seinem Ziel langsam näher kommt.
Mit den kleinen Schritten fing es auch bei mir an
Mit den kleinen Schritten fing es auch bei mir und mit meinem Sport an. 1995 war ich deutlich zu schwer und rauchte bis zu zwei Schachteln Zigaretten am Tag.
Ein Jahr später fing ich mit dem Laufsport an. Durch das Laufen haben sich viele Dinge verändert, die ich bewusst gar nicht wahrgenommen habe. Ich rauchte immer weniger, trank mehr Wasser, aß plötzlich Obst und spürte mich und meinen Körper auf einer ganz anderen, mir bis dahin unbekannten Weise.
Neben dem Laufen fing ich an Gymnastik zu machen, später kamen auch Trainingseinheiten mit Koordinationsübungen dazu. Jahr für Jahr lernte ich mich, meinen Körper und vor allem meine Bedürfnisse immer besser kennen. Anfangs schienen Laufstrecken von fünf Kilometern für mich noch unüberwindbar. Aber je regelmäßiger ich lief, desto länger wurden die Strecken. So kam ich zu meinem ersten Marathonlauf. Wenige Monate zuvor hätte ich mir niemals zugetraut, eine solche Strecke auch nur ansatzweise bewältigen zu können.
Über das Laufen kam ich zum Triathlonsport
Anfangs war ich noch auf der Olympischen Distanz zuhause: 1,5 Km Schwimmen, 40 Km Radfahren, 10 Km Laufen. Ich hätte am Anfang auch niemals geglaubt, eines Tages einmal ein Ironman-Rennen (3,8 km, 180 km, 42 Km) absolvieren zu können.
Aber es kam wie es kommen musste, nach dem ersten Ironman-Rennen waren die Olympischen Distanzen gefühlte Kurzstrecken. Mein Trainingspensum allein beim Radfahren lag zu diesem Zeitpunkt bei 20 - 25.000 Kilometern im Jahr; über einen Zeitraum von fast acht Jahren.
Meine Life-Balance hat sich nach und nach geändert
Aber nicht allein das Training spielte dabei eine Rolle, auch meine Ernährung, mein Schlaf, meine mentale Fitness, modern ausgedrückt meine Life-Balance. Jetzt schrecken sie nicht gleich zurück und sagen sich, auweia, das hört sich ja verdammt anstrengend an. Keine Angst, ich bin und war ganz bestimmt nie ein Asket, der sich selbst ständig prüft und nur noch zwanghaft darauf achtet, was er essen darf usw.
Es hat sich einfach nach und nach verändert
Es hat sich im Laufe der Jahre einfach immer mehr dazu verändert, ohne dass ich es herbeigezaubert habe. Ich fing schrittweise an mich gesünder zu ernähren und das positive daran war, ich konnte es “spüren”. Morgens fühlte ich mich fitter, ich konnte besser trainieren und mein Körper hat sich auch äußerlich verändert. Es hat Spaß gemacht, die Veränderungen nicht nur zu spüren sondern auch zu sehen. Hier könnte man jetzt sagen: “Boah, ist der selbst verliebt!” Jetzt mal ganz ehrlich, finden Sie es nicht auch schön, wenn Sie sich mit ihrem Körper im Einklang und wohl fühlen. Gehen wir nicht selbstbewusster und mit viel mehr Freude durchs Leben, wenn wir einfach mehr Energie haben?
Ausgewogen und vielseitig ernähren
Früher habe ich mir einen Einkaufszettel geschrieben, auf dem ich ganz bewusst gesunde Lebensmittel aufgeführt hatte. Heute habe ich verinnerlicht, was mir gut tut und gehe ohne Einkaufszettel einkaufen. Ernährung im Sport wie auch im normalen Leben spielt dabei eine wichtige Rolle. Obst und Gemüse - saisonal war früher, heute gibt es ja alles zu jeder Jahreszeit - haben wenig Kalorien und viele wertvolle Inhaltsstoffe. Ansonsten: Ausgewogen und vielseitig ist die einfache Lösung für eine gesunde Ernährung.
Ausreichend trinken
Wichtig ist es auch, genug zu trinken, mindestens 1,5 Liter am Tag, am besten Wasser. Das Trinken von Wasser hält uns fit und sorgt nebenbei auch für eine schönere Haut, nicht nur von außen. Früher viel es mir schwer regelmäßig zu trinken, heute habe ich an mehreren Stellen unserer Wohnung meine Wasserflaschen stehen, die mich immer wieder daran erinnern, zu trinken.
Früher fiel es mir schwer, früh ins Bett zu gehen. Heute fällt es mir leicht, früh aufzustehen, um das zu tun, was mir Spaß bereitet. Aktiv zu sein, zu arbeiten, Sport zu treiben, Spazieren zu gehen oder mit der Familie eine schöne Radtour zu unternehmen.
Mentale Fitness gehört dazu
Mentale Fitness ist etwas, das ich nie gezielt trainiert habe, aber unbewusst doch immer wieder nutze und heute tagtäglich lebe. Wenn es mir in einer Situation nicht gut geht oder ich merke, dass etwas schwierig wird, versuche ich mir vorzustellen, wie es sein könnte, wenn ich diese Situation trotz allem meistere. Ich versuche mir aber auch vorzustellen, wie ich mich fühle, wenn ich aufhöre daran zu glauben, dass ich es schaffen könnte.
Positive Bilder helfen
Gerade bei körperlichen Anstrengungen, bei denen es in Grenzbereiche hinein geht, versuche ich mir immer positive Bilder ins Gedächtnis zu rufen. Wie die Geburt meiner Kinder zum Beispiel. Ich stelle mir aber auch vor, welch ein super geniales Gefühl es sein wird, wenn ich das Ziel erreiche. Das müssen nicht immer die ganz großen Ziele sein, die Spaß bereiten, denn die kann man ja nicht jeden Tag erreichen.
Die kleinen Dinge des Alltags motivieren
Gerade die kleinen Dinge des Alltags können und sollen motivieren. Es kann und sollte auch ein Ziel sein, sich mehr Zeit für sich selbst, die Familie und seine Freunde zu nehmen. Ein gemeinsames Spiel mit den Kindern oder die Freude meiner Frau, wenn ich Ihr einen Blumenstrauß schenke, können uns motivieren.
Das Leben ist eine Wundertüte. Daraus ergeben sich immer wieder Möglichkeiten sich zu entwickeln und neue Dinge auszuprobieren. Ich glaube aber, dass wir Einfluss darauf haben, welche Dinge sich in welcher Form in unserer Wundertüte befinden und was wir daraus machen. Greifen sie hinein, schauen Sie, was Sie herausholen und entscheiden Sie, was Sie damit anstellen wollen. Ich glaube, dass wir nicht zuschauen sollten, wie unser Leben verläuft.
Wir selbst haben es jeden Tag aufs Neue in der Hand, ob und wann sich etwas in unserem Leben “TUT” oder verändert. Ein für mich ganz entscheidender Punkt, der bei mir vor allem steht, ist meine Gesundheit. Da ich durch meine Drogenabhängigkeit in jungen Jahren erlebt habe, was es bedeuten kann aufgrund gesundheitlicher Problemen nicht mehr am Leben teilzunehmen, kann ich heute nur eines sagen: Unser Leben ist wundervoll und voller Möglichkeiten.
Gesundheit können wir zu einem guten Teil selbst beeinflussen
Ich für meinen Teil habe entschieden, gesund alt zu werden, weiß heute aber, dass Gesundheit nicht nur mit Glück zu tun hat. Gesundheit können wir zu einem guten Teil eigenverantwortlich beeinflussen. Es hat damit zu tun, dass wir uns mit dem beschäftigen, was uns tagtäglich funktionieren lässt: unserem Körper!
Tipps, wie Sie Ihre Ziele erreichen können
Zum Erreichen von Zielen habe ich ganz einfache Tipps, die auch Ihnen helfen könnten, Ihr Ziel zu erreichen:
Vor jedem Ziel sollten Sie sich zuerst fragen: Ist es wirklich das, was ich will?
Das ist und bleibt der entscheidende “Knackpunkt”. Wenn ich etwas will, wird es auch Wege geben, dort hin zu kommen. Wenn ich schon im Vorfeld das Gefühl habe, das will ich eigentlich gar nicht, wird es schwer, wenn nicht sogar unmöglich, ein Ziel zu erreichen.
Etwas, das man nicht kann, kann man meist erlernen
Ich kann das nicht! Wird häufig gesagt. Aber das ist doch kein wirkliches Problem! Oder? Denn etwas, das man nicht kann, kann man meist erlernen. Holen Sie sich Unterstützung und Hilfe!
Machen Sie sich einen Plan
Ich weiß nicht, wie ich es machen soll! Auch das ist eine lösbare Frage! Setzen Sie sich hin und schreiben Sie sich auf, wie das große Ziel aussehen soll. Versuchen Sie sich Schritt für Schritt ihrem Ziel zu nähern.
Auch Umwege können helfen
Das große Ziel zu erreichen, bedeutet nicht immer, den direkten Weg zu gehen. Auch Umwege können helfen, sich seinem Ziel zu nähern. Manchmal können diese Umwege auch einige Jahre dauern, so wie bei meinem sportlichen Ziel 2011, dem Race Across America.
Erst einmal wünsche ich Ihnen für Ihre Ziele und Träume die notwendigen Blickwinkel, um die Chancen zu erkennen. Ausdauer und Geduld, um dran zu bleiben, wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt und viel Kraft, wenn es nicht ganz so einfach funktioniert, wie Sie es sich gerne wünschen.
Ihr Andreas Niedrig
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Einladung
13.2.2010 von Andreas.
Immer wieder werde ich gefragt wo man mich mit einer meiner Veranstaltungen erleben kann.Normalerweise sind es geschlossene Veranstaltungen aber nun wird es mit der:
- Mayersche Buchhandlung am:
- 02.03.2010 in Köln
- 03.03.2010 in Aachen
- 04.03.2010 in Essen
drei öffentliche Veranstaltungen an denen Ihr bei Interesse dazu kommen könnt.
Infos hierzu gibt es unter:
Dienstag, 2. März
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Mittwoch, 3. März
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Donnerstag, 4. März
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Ich würde mich sehr freuen wenn alle drei Veranstaltungen richtig gut besucht wären und es interessante und spannende Abende werden.
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Rhodesian Ridgeback bei uns Zuhause
13.2.2010 von Andreas.
Endlich ist es soweit, unser kleiner Ajamu, immerhin schon über 10Kilo schwer, zieht heute bei uns ein. Wir sind schon ziemlich nervös denn uns ist sehr wohl bewusst, dass es eine riesen Umstellung werden wird. Aber schaut doch mal auf die Bilder der kleinen Racker, dafür lohnt es sich sein Leben umzustellen.
Drei Welpen sind noch zu haben. Nicht weil sie keiner will,vielmehr hat unser Züchter einen sehr hohen Anspruch an die Käufer. Er achtet ganz genau darauf wer einen seiner Hunde bekommt. Auch das war für uns ein entscheidender Punkt uns für Ajamu zu entscheiden. Wir haben zuvor einige Welpen angeschaut und kamen uns vor wie bei einem Discounter. Es ging nur um den Verkauf. Aber das kann und darf es bei dem Verkauf von Lebewesen nicht geben.
Also wer auf der Suche nach einen Rhodesian Ridgeback ist, findet hier ganz sicher einen Züchter der liebevoll, verantwortungsbewusst die jungen Welpen so gut sozialisiert hat, dass man als Käufer ein gutes Gefühl haben kann, Darüber hinaus sind es die schönsten Welpen die wir bei unserer langen Suche gefunden haben .
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Alles Gute für 2010
9.1.2010 von Andreas.
31.Dezember, wir haben Familienzuwachs. Ein kleines Hunde Lebewesen ist bei uns eingezogen. Jetzt, wo ich meinen Sport so langsam an den Nagel hänge und die ganz langen Reisen in den Hintergrund treten, haben wir entschlossen, unseren lang gehegten Traum einen Hund anzuschaffen, wahr zu machen. Viel überlegt haben wir was für ein Hund zu uns passen würde und die Entscheidung fiel auf einen Rhodesian Ridgeback. Durch Zufall habe ich am 31. Dezember eine Anzeige im Internet gefunden. Ridgeback Welpen abzugeben. Wo? Natürlich in Gelsenkirchen, ca. 500m vom Stadion entfernt. Mein Sohn und ich sind ja totale Schalke Fans. Noch Fragen???? Ohne große Erwartungen sind wir hingefahren und waren nicht nur von den Züchtern begeistert. Bei Interesse schaut doch mal unter: Nachdem das Elternpaar, Kimba-Vater und Abeni-Mutter uns überschwänglich empfangen haben, durften wir zu den Welpen. So schöne Welpen haben wir bei unserer vorherigen Suche nicht einmal ansatzweise gesehen. Sie waren durchweg schön und unsere Wahl fiel auf den kleinen Rüden Ajamu.
Am 5.Dezember ist er um 5.26Uhr auf die Welt gekommen und ich habe das Gefühl, erneut Vater zu werden. Klasse, das Jahr fängt gut an.
Sportlich werde ich natürlich auch dieses Jahr aktiv sein, allerding weniger im Triathlon-Bereich. Ich starte dieses Jahr beim Race Across America
http://www.arndt-gruppe.de/raam//links.html
Das wird sportlich und menschlich eine völlig neue Erfahrung für mich sein, anders als ich sie bisher vom Sport kenne. Denn ich starte im Team und wir tun dies für den RTL Spendenmarathon. Wir werden vom Fernsehen begleitet und es wird im Nachgang ein Buch über unsere Erfahrungen geben. Team bedeutet - zwei Manager und zwei „besser trainierte“ , unser Motto „Teamgeist trifft Abenteuer“!!
Meine Kooperation mit der Techniker Krankenkasse läuft so gut, dass ich mich über Arbeit, die unglaublich viel Spaß bereitet, nur freuen kann. Unter dem Motto “Zwei Partner ein Ziel, Gesundheit” besuchen wir Unternehmen und zeigen, wie es möglich ist die Themen Gesundheit, Bewegung und Selbstmotivation so zu platzieren, dass sie mit Spaß von jedem angenommen werden kann.
Meine Stiftung hängt zurzeit leider noch in der Warteschleife. Ich möchte mit der Gründung auch gleich eine funktionstüchtige Stiftung präsentieren können, doch dazu fehlen noch engagierte große Partner und finanzielle Mittel. Aber auch hier kommen wir jeden Tag einen Schritt weiter voran. Es ist wie beim Sport, Kraft und Ausdauer muss man haben, um solche Projekte umzusetzen.
Ich wünsche allen die diese Zeilen lesen ein gesundes und vor allem fröhliches
“Jahr 2010″
Euer Andreas Niedrig
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Ironman Hawaii 11:15:35 Rang 881 zufrieden?
11.10.2009 von Andreas.
Was soll ich sagen? Klar hätte ich gern gewonnen. Klar wäre ich gerne schneller gewesen. Aber die Erfahrungen, die ich gestern über 11 Stunden gemacht habe, sind mehr wert als vielleicht die 2 Stunden schneller gewesen zu sein.
Doch erst einmal zum Anfang. Meine Familie und ich hatten vor dem Rennen eine super schöne Zeit hier auf Hawaii. Beim Schnorcheln haben wir Schildkröten, viele verschiedene Fische, Mantas und auch Delfine gesehen. Beim Frühstück haben wir jeden Morgen Besuch von vielen verschiedenen Vögeln. Vergessen darf man auch unsere Haustiere nicht: Geckos, die man in allen Farben und Größen hier antrifft. Ab 5 Uhr waren wir immer am White Sand Beach zum Body Surfen. Unglaublich, denn ab 18 Uhr geht am Horizont die Sonne unter.
Mit uns am Strand sitzen, die Insulaner machen Musik und genießen das Leben. Erst, wenn es stockdunkel geworden ist, haben wir unseren Sohn davon überzeugen können, dass es Zeit wird, das Wasser zu verlassen. Drei Tage vor dem Rennen haben meine Frau mein Sohn und ich unseren neuen Sport entdeckt. Unser Reiseleiter Hannes hat zu einem Golf Schnupperkurs eingeladen. Klasse, unglaublich, einfach unvorstellbar, was für eine Disziplin von einem abverlangt wird, wenn man diesen kleinen Ball treffen will.
Großer Höhepunkt unserer Unternehmungen war ein Hubschrauberflug über die Insel. Direkt über die aktiven Vulkane und die schönsten Gegenden, die ich zuvor niemals gesehen habe, hat uns der Pilot geflogen.
Mutter Natur hat sich von ihrer besten Seite gezeigt. Es ist schon unglaublich, wie engstirnig ich in den Jahren als Profi diese wunderschöne Insel wahrgenommen habe. Ich dachte schon vieles gesehen zu haben, aber erst durch meine Familie ist mir mal wieder bewusst geworden, was es ausmacht, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Eine ganz große Überraschung gab es dann einen Tag vor dem Rennen für mich. Mein Freund Heiner ist extra aus Deutschland gekommen, um mich zu unterstützen. Freitag gekommen, um dann am Montag schon wieder nach Hause zu fliegen. Unglaublich!!!! Jetzt aber zum Ironman Hawaii. Nach meiner Qualifikation vor fünf Wochen in Kentucky habe ich schon insgeheim davon geträumt, eine Platzierung unter den Top 50zig zu erreichen. Ich wollte vorne mit vom Rad steigen, um den Marathon dann irgendwie zu überleben. Das Schwimmen lief auch ganz gut und ich kam mit der ersten Gruppe gemeinsam aus dem Wasser. Beim Wechsel ließ ich aber schon wertvolle Sekunden liegen und musste die ersten Kilometer auf dem Rad richtig beißen, um in eine der vorderen Gruppen mit hineinzukommen.
Meine Beine fühlten sich gut an und ich teilte mir mein Rennen von Verpflegungsstelle zu Verpflegungsstelle so ein, dass ich nicht an meine Grenze ging, aber auch nicht mehr aus der Gruppe fiel. Schon bei Kilometer 55 kam die Gruppe um Norman Stadler, der leider das Rennen nicht beenden konnte, Maik Twelsiek und Chris McCormack aufgefahren. Maik und Chris grüßten mich und feuerten mich an mit der Gruppe mitzufahren. 20 Kilometer konnte ich ohne Probleme mitfahren, doch dann ging von einer Minute auf die nächste nicht mehr - aber auch wirklich gar nicht mehr. Ich konnte keine großen Gänge mehr fahren und wurde nach und nach von vielen Athleten überholt. Bei Kilometer 85 fuhr die erste Frau an mir vorbei. Chrissie Welligton, die später auch das Rennen gewinnen sollte, versetzte mir den ersten Stich ins Herz. Von diesem Zeitpunkt an wollte mein Körper nicht mehr. Ich dachte permanent ans Aufgeben, habe mich anfangs sogar geschämt. Mein Traum war es noch einmal nach Hawaii zu kommen. Als Profi hier zu starten, um das Rennen zu finishen und jetzt? Nach und nach wurde ich von weiteren Frauen und auch Age Groupern überholt, die ja immerhin 15 Minuten nach uns starteten und so wirklich konnte ich mich nicht mit der Situation anfreunden, nur noch ins Ziel rollen zu können. Nach 5:28 habe ich die Wechselzone erreicht und den Entschluss gefasst, dass Rennen, egal wie weh es tut, zu beenden. Es sollte weh tun, denn 4:48 ist die längste Zeit, die ich jemals für einen Marathon benötigt habe.
Jeder Schritt war eine Qual, nicht nur körperlich, vor allem musste ich bei jedem Schritt gegen meinen Schweinhund ankämpfen, der mich dazu bringen wollte aufzuhören. Angetrieben wurde ich nur von dem einen Gedanken: bring das Ding zu Ende, sonst musst Du noch einmal hier hin. Was mir unwahrscheinlich geholfen hat, war der Zuspruch vieler Altersklassen Athleten. Mit einigen konnte ich sogar einige Meter mitlaufen und von anderen wurde ich ermutigt weiter zu machen. Mich hat es unglaublich beeindruckt, einmal Hautnah mitzuerleben, wie sehr sich in den hinteren Reihen gequält wird, um dieses Rennen zu finishen. Klar, sagen wir Triathleten, immer es geht darum das Rennen zu beenden, aber was diese Menschen tatsächlich auf sich nehmen, bekommt man erst mit, wenn man einer unter ihnen ist. Drei Meilen vor dem Ziel konnte ich meine Emotionen nicht mehr unter Kontrolle halten und mir liefen die Tränen. Ich war über mich selbst so froh, dass ich es geschafft habe, meinen Stolz beiseite zu schieben. Jetzt endlich hat meine Triathlon-Seele Ruhe. Ich habe geschafft, was selbst ich vor 6 Jahren nicht mehr geglaubt habe. 1000 Meter noch und am Rand der Strecke stehen Maik Twelsiek und Timo Bracht, sie gratulieren mir zum Finish, was nicht einfach so daher gesagt wurde, sondern ehrlich gemeint war. Mich macht es froh zu sehen, dass wir Deutschen Triathleten große Sportler unter uns haben. Ich danke Euch zweien dafür. 500 Meter vor der Finish Linie nahm mich meine Familie in Empfang und endlich können wir alle gemeinsam einen Lebensabschnitt beenden, der nicht immer ganz einfach war.
Das überqueren der Ziellinie wurde dadurch geschmälert, dass ich nicht meinem Sohn gemeinsam einlaufen durfte. Mir wurde mit sofortiger Disqualifikation gedroht. Hallo??!! Wo sind wir denn hier? Hat das nicht unseren Sport jahrelang ausgemacht, dass wir auch ein Familiensport sind. Jeder Triathlet, der ein Langstreckenrennen absolviert, benötigt die uneingeschränkte Unterstützung der Familie, da gehört ein gemeinsamer Zieleinlauf ja wohl mit dazu. Oder? So war ich dann auch froh das Zielareal schnell wieder verlassen zu können, um zu meiner Familie zu kommen. Jetzt heißt es Urlaub machen. Gleich geht es zum Golfen und dann werden die Koffer gepackt, denn morgen schon fliegen wir für fünf Tage nach Maui. Um aus dem paradiesischen Gefühl zurück in den Alltag zu kommen, bleiben wir danach noch drei Tag in Los Angeles. Zurück in Deutschland warten eine Menge Aufgaben und Herausforderungen auf mich. Aber genau das macht doch unser Leben aus, Herausforderungen die uns fordern und uns zeigen, dass man sich entwickelt, wenn man etwas tut.
Gestern habe ich es auf Hawaii getan und werde das “TUN” in Deutschland fortsetzen.
Alles Liebe und Gute vom Ex Ironman
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Lasst Euch niemals “NIE” sagen
31.8.2009 von Andreas.
Ironman Louisville - gestern war es soweit. Sechs Jahre nach meiner schweren Verletzung und einer klaren Aussage der Ärzte “nie mehr Sport” habe ich mein selbst gestecktes Ziel, noch einmal als Profi die Qualifikation für Hawaii zu erreichen, geschafft.
Rückblick. 2003, ich befand mich in der direkten Vorbereitung zu Triathlon Weltmeisterschaft, die auf Ibiza stattfinden sollte. Nachdem ich im Jahr 2002 Zweiter in Roth und Zweiter beim Ironman Florida wurde, bin ich sehr motiviert und optimistisch an diese Vorbereitung herangegangen. Mein Ziel war klar, ich wollte Weltmeister werden. Mit diesem Titel wollte ich meine Karriere als Sportler beenden und mich voll und ganz meinen beruflichem Werdegang konzentrieren. Doch wie so oft im Leben ist nicht alles so umsetzbar, wie man es sich vornimmt. Durch mein erhöhtes Laufpensum zog ich mir eine Schleimbeutel-entzündung unter meiner Achillessehne zu. Eigentlich keine große Sache - da ich aber eine schnelle Lösung wollte und die konservativen Behandlungen keinen Erfolg versprachen, entschloss ich mich zu einer Operation. Was für ein Fehler!!! Am 1. April 2003 wurde mir der Schleimbeutel athroskopisch entfernt und von diesem Tage an sollte nichts mehr so sein wie zuvor. Trotz positiver Diagnose hörten die Schmerzen nach der Operation nicht auf. Im Oktober des selben Jahres musste ich nachoperiert werden und drei Monate später kam es sogar zu einer Notoperation, bei der von einem anderen Arzt festgestellt wurde, dass meine komplette Achillessehne von meiner Ferse abgelöst war und außerdem ein Großteil meines Fersenbeinknochens fehlte. Als ich dies hörte, konnte ich es gar nicht glauben und vor allem nicht verstehen. Aber die Diagnose war von diesem Tag an klar. Nie mehr Sport!! Durch mehrere Entzündungen musste mein Fuß über einen Zeitraum von zwei als Jahren mehrmals nachoperiert werden und meine Sehne konnte nur durch zwei Titanschrauben an meiner Ferse wieder fixiert werden.
Auch mir wurde aufgrund der Diagnose und der Bilder klar, dass ich meine Karriere als Profisportler an den Nagel hängen musste. Aber so ganz ohne Sport wollte ich auch nicht leben. Nach zwei Jahren des sportlichen “Nichtstuns” fing ich wieder an Rad zu fahren, ging schwimmen und fing ganz langsam wieder an zu laufen. Langsam, wirklich langsam. Anfangs konnte ich keine 500 Meter am Stück joggen. Durch die lange Zeit ohne Sport hatte ich auch einiges an Gewicht zugelegt und dies machte es nicht wirklich einfacher. Doch nach und nach ging es immer besser. Ich konnte schon nach kurzer Zeit Strecken von einer Stunde ohne Schmerzen laufen und ich fing wieder an zu träumen. Davon zu träumen, noch einmal ein Ironman Rennen zu bestreiten, um mich von meinen Fans und Sponsoren ordentlich zu verabschieden. Ich glaube, nein ich weiß, dass man im Leben Dinge, die man einmal begonnen hat, auch zu Ende bringen muss - denn ansonsten wird man niemals frei sein für neue Herausforderungen.
2006 war es dann soweit. Ich meldete mich beim Ironman in Südafrika an. Meine Form war bis auf das Laufen sehr gut. Ich wusste, dass ich den Marathon niemals durchlaufen konnte, aber darum ging es mir nicht. Ich wollte noch einmal die Finish Line sehen, mehr nicht. Das Schwimmen lief auch sehr gut, Radfahren ebenfalls, doch leider hatte ich einen Radunfall und riss mir dabei einen Gesäßmuskel an. Das war es, mit meinen Abschied in Südafrika.
Im selben Sommer startete ich in Roth und dort klappte es schliesslich auch. Ich erreichte als 44ter das Ziel und konnte mich dort, wo alles begann, gebührend verabschieden. Von diesem Tag an war ich kein bezahlter Profi mehr.
Aber durfte ich denn jetzt keinen Triathlon Sport mehr ausüben? Nur weil ich kein bezahlter Profi mehr war, musste ich das, was eine Leidenschaft ist und mir Spaß machte, gänzlich sein lassen? Nein! Was und wann ich etwas mache entscheide ich jeden Tag neu und wenn es mir in den Sinn kommt, ein Triathlon Rennen zu absolvieren, dann mache ich es auch. Genau aus diesem Grunde entschied ich mich 2008 noch einmal nach Südafrika zu gehen. Denn das war ein Rennen wo ich noch eine Rechnung zu begleichen hatte. DNF, did not finish, stand in der Ergebnisliste von 2006. So ging es 2008, als nicht mehr bezahlter, aber dennoch mit dem Status eines Profis nach Südafrika. 9ter wurde ich in 8:46std - trotz eines Plattens. 10 Minuten haben mir bei den Profis gefehlt, um das Ticket für Hawaii zu lösen und genau an diesem Tage fing ich wieder an zu träumen. Noch einmal nach Hawaii, noch einmal mit dem Profi Status nach Hawaii. Noch vor drei Jahren glaubte niemand mehr daran, dass ich jemals wieder auch nur ansatzweise laufen könnte und jetzt habe ich es selbst in der Hand, zu zeigen, dass es geht. In den ganzen letzten Jahren nach meinen Operationen habe ich sehr besonnen und vorsichtig trainiert. Wenn ich auch nur ansatzweise gespürt hätte, dass mein Training meinem Fuß oder meinem Körper zu viel geworden wäre, hätte ich sofort aufgehört.
2009 wollte ich es dann in Frankfurt beim Ironman versuchen. Doch in meinem letzten Blogeintrag habe ich ja beschrieben, warum es dort leider nicht geklappt hat.
Gestern dann Louisville-Kentucky.
Ich war super nervös. In den letzten Wochen konnte ich nicht mehr ganz so trainieren wie gewünscht. Aber das stand jetzt nicht mehr zur Debatte. Wenn man an den Start geht, heißt es beißen und die bestmögliche Leistung abzurufen, die an diesem Tage möglich ist. Das Wetter war fantastisch, etwas kühl und keine Wolke am Himmel. Fürs Schwimmen hatte ich mir vorgenommen vorn mit aus dem Wasser zu kommen, was auch ganz gut geklappte. Als dritter kam ich aus dem 25Grad warmen und sehr verschmutzten Ohio River. Auf dem Rad hatte ich schon nach 10km eine leichte Verkrampfung in der Oberschenkel- Muskulatur. Ich dachte nur, ohhh Gott, dass fängt ja gut an. Aber ich hatte einfach vergessen nach dem Schwimmen zu trinken. Da kann man mal sehen, dass man auch nach so vielen Rennen immer noch nervös ist und Fehler macht.
Dann ging das Radfahren aber richtig los. Die Strecke selbst hatte ich mir zuvor nicht angeschaut, hörte aber von Rolling Hills und das es nicht einfach wäre, sie zu fahren. Was soll ich sagen, ich habe noch niemals zuvor eine solch schwere Radstrecke in einem Ironman Rennen absolviert. Ständig ging es bergauf, bergab - nie kam ich in einen Rhythmus und doch war es eine unglaublich schöne und abwechslungsreiche Radstrecke. Nach dem Radfahren wechselte ich als Zweiter auf die Laufstrecke, ich wusste natürlich, dass es jetzt nur noch um eines ging, ums Überleben. Auch wenn ich heute wieder laufen kann, an meine alten Leistungen kann ich aufgrund der Titanschrauben in meinem Fuß natürlich nicht mehr anknüpfen.
So ging es für mich nur um eines, durchhalten und egal wie, einen Qualiplatz halten. Die ersten 20 Kilometer wurden dann zur Tortur, mein Magen rebellierte und so lernte ich an den ersten Verpflegungsstellen, neben den über 3000 Helfern, auch einige Dixi-Klos kennen. Ab Kilometer 20 ging es aber, es tat zwar weh, aber das gehört wohl dazu. Als ich die Ziellinie sah und wusste, dass ich die Quali für Hawaii in Tasche habe, war ich überglücklich.
Sechs Jahre nach meiner ersten Operation, vielen Rückschlägen und einem ständigen auf und ab, kann ich endlich sagen, ich habe es geschafft. Sportlich war es mehr als ich erwarten konnte und dafür bin ich mehr als dankbar.
Wir Menschen neigen oft dazu, immer alles sofort und jetzt haben zu wollen. Für Träume und eigene Ziele aber sollten wir uns Zeit geben und nicht ungeduldig werden, wenn es nicht sofort klappt. Häufig muss man auch in Kauf nehmen, Umwege gehen zu müssen. Aber eines, was man immer tun muss, ist bereit zu sein. Für das Ziel, das man im Kopf hat, auch zu arbeiten und - glaubt mir - je härter die Arbeit im Vorfeld ist, desto schöner ist es, wenn man sein angestrebtes Ziel auch erreicht.
Liebe Grüße
Andreas Niedrig
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Influenza stoppt meine Träume von Hawaii…
22.6.2009 von Andreas.
….. aber noch ist nicht aller Tage Abend.
Meine Trainingsvorbereitungen liefen richtig gut. Drei Trainingslager und keinerlei gesundheitliche Probleme ließen mich hoffen die Qualifikation beim Ironman Frankfurt und somit das heiß begehrte Tickte für Hawaii zu erkämpfen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Mein Saison Auftakt Rennen in Buschhütten sollte mir zeigen, dass ich in der Trainingsvorbereitung alles richtig gemacht habe. Doch eine Woche vor dem Rennen fing ich an zu kränkeln. So hatte ich die Chance mich auszuruhen und hoffentlich fitt gegen die jungen Burschen in Buschhütten anzutreten.
Kurz vor dem Schwimmstart sagte ich aus Spaß in die Runde, alle über 25zig Jahren sollten doch mal die Hand heben. Keine Reaktion. Ich wunderte mich, hat man mich nicht verstanden? Nein, ich hätte die Frage anders stellen müssen, alle unter 25zig bitte die Hände heben und dann hätte es auch geklappt. So wusste ich, dass ich als 41zig jähriger Triathlon Opa, dass es ein schwerer Tag für mich wird.
Mit 18 Sekunden Rückstand auf die Spitze ging ich auf mein Rad. 18 Sekunden, eigentlich kein wirklicher Rückstand. Vor allem weil ich ja eines nicht verlernt hatte, dass Rad fahren. Aber ich habe es einfach nicht geschafft das Loch zuzufahren. Beim Laufen wurden die Beine dann zusehends schwerer und das einzige was mich trösten konnte war die grandiose Kulisse in Buschhütten und das schöne Wetter. Was war los? Warum konnte ich trotz des hohen Trainingspensums nicht mal ansatzweise mit der Spitze auf dem Rad mithalten? Das ich in meinem Alter vorne nicht mehr mitlaufen würde war mir klar aber zumindest mit Schwimmen und Rad fahren hätte klappen müssen. Die Antwort kam zwei Tage danach.
Zuhause angekommen habe ich mich erst einmal versucht von dem Rennen zu erholen. Doch langsam aufkommendes Fieber und Gelenkschmerzen zeigten mir, dass es Zeit war eine Pause einzulegen. Eine Krankheit in der direkten Wettkampfvorbereitung ist nichts Neues für mich. Das kenne ich zu genüge. Man bewegt sich immer auf einem sehr schmalen Grad. Das ständige ausloten der eigenen Grenze bringt einen dazu auch mal zu überziehen. Also dachte ich mir ruhig bleiben, abwarten und nach ein paar Tagen wird es schon wieder gehen. Mein Fieber wurde immer höher und es stellte sich keine Besserung ein. Antibiotika und Fiebersenkende Mittel sollten helfen. Aber es wurde immer schlimmer. Festgestellt wurde dann, dass ich mir eine Influenza Typ A eingefangen habe die mich vier Wochen völlig außer Gefecht gesetzt hat. Das ich nach diesem Trainingsrückstand kein Ironman Rennen bestreiten kann wird wohl jeder verstehen.
Was jetzt? Seit einer Woche kann ich wieder locker Trainieren. Am Sonntag war ich in Dortmund beim Westfalen Triathlon am Start und konnte wiedererwartend gewinnen.
Ich bin sehr gut geschwommen, erstklassig Rad gefahren aber nur drittklassig gelaufen. Mir fehlt zurzeit einfach die Substanz und das bedeutet einen völlig neuen Trainingsaufbau. Meinen Traum noch einmal als Profi nach Hawaii zu kommen will ich nicht einfach begraben. Ich weiß, dass es sicherlich nicht einfach wird, aber wer sagt, dass das Leben immer leicht sein muss?
Ich hoffe nun von Krankheiten verschont zu bleiben um über einige Kurzstreckenrennen meine Form wieder aufzubauen. Am 30zigsten August startet der Ironman Louisville in Kentucky und gleichzeitig die für mich wohl letzte Chance mein Ticket zu lösen.
Alle anderen die in Frankfurt, Klagenfurt in der Schweiz oder sonstwo versuchen ihre Qualifikation für Hawaii zu bekommen, können sich eines gewiss sein, ich drücke euch die Daumen und wünsche Euch, dass Euer Traum in Erfüllung geht. Denn ich weiß wie schwer und hart ihr für dieses Ziel trainiert und gekämpft habt.
Ich hoffe, dass wir uns in Kona am Pier sehen,
bis bald, bleibt gesund
Euer Andreas Niedrig
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Frankfurter Sparkasse IRONMAN European Championship
4.3.2009 von Andreas.
Sportlich geht es auch in diesem Jahr weiter. Neben meinen Projekten werde ich mich dieses Jahr in die Höhle des Löwen begeben. Dort wo die besten Athleten an den Start gehen will ich mir die Quali für den Ironman auf Hawaii holen. Beim Frankfurter Sparkassen Ironman European Championchip http://www.ironman.de/
Warum, werde ich oft gefragt. Weil es Spaß macht und ich einfach glaube, dass ich noch einmal nach Hawaii muss. Dort wo wir Triathleten alle einmal in unserer Karriere starten wollen, dort wo es am unberechenbarsten ist, dort wo es einfach schön ist.
Ich bin Triathlet und werde es wohl immer bleiben. Timo Bracht ein exzellenter und sympathischer Athlet hat es mit sportlichen Leistungen und auf seiner Webseite mit seinem Imagefilm super auf den Punkt gebracht. Lieber Timo, mich hast Du damit motiviert. Danke!
Doch zuvor brauche ich die Quali und da meine biologische Uhr tickt wird es sicherlich nicht einfach. Im Januar und im Februar war ich bereits zwei Wochen auf Lanzarote im Triathloncamp der http://www.triathlonschule.de/ von Daniel Kezele. Wie immer war alles sehr gut organisiert und egal ob Altersklassen Athlet oder Profi Athlet man fühlt sich bei Daniel einfach gut aufgehoben. Mein Training lief nach anfänglichen Schwierigkeiten ganz ordentlich. Jetzt heißt es dran bleiben und kontinuierlich weiter zu trainieren. Was neben meinen beruflichen Verpflichtungen nicht immer ganz einfach wird. Aber dieses Jahr werde ich mich auf den Start in Frankfurt konzentrieren und alles geben.
Da ich nichts dem Zufall überlassen will habe ich mich nach dem besten Material umgesehen was zurzeit auf dem Markt erhältlich ist.
Mit Ridley http://www.thefastestbikeintheworld.com/index.php?id=models&language=deutsch habe ich nun einen neuen Radsponsor der meines Erachtens das von der Optik spektakulärste aber vor allem das schnellste Rad was es auf dem Markt gibt, entwickelt hat. Schon im Traininglager saß ich auf dem neuen Zeitfahrrad mit dem Namen Dean. Waffe, müsste es eigentlich heißen. Noch nie zuvor habe ich ein Rad gefahren mit einem solchen Vorwärtsdrang. Es verlangt vom Fahrer schnell zu fahren was im Trainingslager häufig zu dicken Beinen geführt hat.
In Buschhütten http://www.tvg-buschhuetten.de/Frameset%202.htmlwerde ich wie jedes Jahr meine Saison beginnen, dann folgt am 14.06 in Bochholt der Aasee Triathlon http://www.aasee-triathlon.de/, am 21.06 der Westfahlentriathlon http://www.westfalentriathlon.de/ dann beginnt die Mission Frankfurt.
Nach Frankfurt werde ich mich dann wieder verstärkt meinen Projekten widmen. Jetzt aber heißt es eine Grippe auszukurieren die ich mir eigefangen habe.
Ich wünsche allen einen guten Start in die Saison,
bis bald
Euer Andreas Niedrig
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Zum Jahreswechsel
26.12.2008 von Andreas.
Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende und ein eben so ereignisreiches Jahr wird folgen.
Politisch gesehen hat mich „YES WE CAN“ Barack Obama wohl am nachhaltigsten beeindruckt.
Was soll man dazu noch sagen?
Wirtschaftlich gab es ein „völlig unerwartetes!!??“ Ereignis. Oder war es gar nicht so unerwartet? Die großen Bosse des Geldes wussten schon lange, dass sie überzockt haben und wer muss es nun ausbaden?
Was soll ich dazu noch sagen?
Sportlich ist auch einiges geschehen was mich interessiert und auch fasziniert hat,
Klinsmann wird Trainer bei den Bayerm und alle fragen sich schafft er das?
Wladimir Klitschko gewinnt den Vereinigungskampf im Schwergewicht. Die Herren Klitschko, große Vorbilder, große Sportler und große Menschen.
Fußball EM, die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verliert in Wien das Finale gegen Spanien
In Peking werden die XXIX. Olympischen Spiele eröffnet. Matthias Steiner hat mit Leistung und Emotionalität gepunktet. Fabian Hambüchen zeigt, dass Menschen keine Maschinen sind und er berührte mich zutiefst, weil er uns zeigte wie es in ihm aussah.
Jan Frodeno, was soll ich dazu noch sagen?
Die 95. Tour de France. Ich habe sie nicht gesehen.
Profiboxer Vitali Klitschko ist wieder Schwergewichts- Weltmeister des Verbandes WBC. Das freut mich total!!
Ironman Hawaii, leider kein Deutscher ganz vorn mit dabei. Doch auch ein 11.Platz von Faris Al Sultan, 12. Norman Stadler, 14. Mai Twelsiek,17. Maximilian Longree , 20. Clemens Coenen und 29. Platz von Steffen Liebetrau haben mich begeistert wie auch alle anderen Athleten die das Ziel in Kona erreicht haben, denn ich weiß wie schön aber auch wie hart es ist dieses Rennen zu finishen. Für alle die das Ziel nicht erreicht haben, heißt es nun Kopf hoch und auf ein Neues.
Dann war da ja noch etwas über was ich eigentlich nicht so gerne spreche: Schalke 04, mein Verein mit dem ich zurzeit leide und auf bessere Zeiten hoffe. Was soll man dazu noch sagen?
Persönlich
Bei mir hat sich so vieles ereignet, das ich überhaupt nicht mit bekommen habe wie das Jahr vorbei ging. Oder liegt es nun doch schon am Alter, dass die Zeit an einem vorbei fliegt. Ich bemerke bei mir zumindest, dass ich alles was ich tue immer bewusster mache. Ich genieße jede freie Minute mit meiner Familie. Ich genieße jede Trainingseinheit die ich unbeschwert und mit Muße verrichten kann. Ich genieße es Menschen zu treffen die mir wichtig sind und ich Zeit für sie habe. Ich genieße es festzustellen wie ich neben meinem Sport, auch beruflichen Erfolg durch Training und Leidenschaft erziele. Mit dem was ich heute mache versuche ich meine Grenzen auszuloten, um zu schauen was im Leben alles möglich ist. Grenzen auszuloten bedeutet nicht Grenzen zu überschreiten und hier möchte ich einmal meine Definition zum Thema Grenzüberschreitung aufführen:
Was bedeutet Grenzüberschreitung?
Grenzen sind für jeden Menschen ganz individuell, verschieden und nicht wirklich festlegbar. Wenn ich mal von meiner Leidenschaft, dem Sport, ausgehe, ist für mich die Grenze bei einem Trainingslauf sicherlich anders als bei einem untrainierten Menschen.
Diese persönlichen Grenzen gibt es selbstverständlich nicht nur im Sport. In allen anderen Lebensbereichen z.B. dem Beruf, der Musik, der Malerei hat jeder Mensch seine ganz persönliche „Grenze“.
Grenzen zu erreichen, bedeutet für mich das Optimum aus einer Situation herauszuholen. Das Austesten und die Übung gehört zum Erfahren von Grenzen; seine eigenen Leistungen und zuvor geglaubten Möglichkeiten durch gezieltes Training zu verschieben - positiv zu verbessern.
Grenzüberschreitungen verbinde ich mit negativen Ergebnissen, bei denen man sich selbst oder eine Situation falsch eingeschätzt, sich überschätzt bzw. verschätzt hat.
Für das Jahr 2009 habe ich mir eigentlich nichts vorgenommen was ich in meinem Leben grundsätzlich verändern sollte. Ich bin sehr zufrieden mit allem was ich mache. Na ja nicht ganz, ein Ding habe ich ja immer noch offen. Der Ironman auf Hawaii, geht einfach nicht aus meinem Kopf. Einmal als Profi würde ich ja zu gern noch an den Start gehen, um dann mit allen anderen Athleten das eine Ziel zu erreichen, zu
„FINISHEN“
Ich wünsche allen ein glückliches und gesundes Jahr 2009
Euer/ Ihr
Andreas Niedrig
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Biathlon auf Schalke
7.12.2008 von Andreas.
Kurz vor Weihnachten, bedanke ich mich bei Euch, für die vielen lieben Zuschriften.
Häufig werde ich gefragt wie ich mich immer und immer wieder motiviere.Hier sei einmal gesagt, dass auch Eure Zuschriften zu meiner Motivation beitragen.
Danke!!!
http://www.biathlon-aufschalke.de/tickets08.php
Am 27. Dezember geht es für meine Familie und mich Richtung Schalke.
Jedes freie zweite Wochenende, sind mein Sohn und ich in dem wohl schönsten Stadion Deutschland mit dem wohl besten Fußballverein Deutschlands. Wir sind und waren immer große Schalker Fans und jetzt habe ich eine Einladung zum Winterbiathlon “auf Schalke”erhalten.
Was für eine Ehre, für mich.
Ich werde beim Schiessen alles geben und hoffe das in unserer Nordkurve viele Schalker Jungs stehen die mich kennen und anfeuern.
Schiessen war während meiner Bundeswehrzeit nicht grade meine Stärke. Beim Pistolen Schiessen wurde mein Treffer immer gesucht aber nie gefunden und beim Gewehrschiessen befand ich mich immer bei den schlechteren Schützen. Doch “auf Schalke” steht sicherlich der Spaß an erster Stelle und genau darauf freuen sich meine Familie und ich schon heute.
Liebe Grüße
bis bald
Euer Andreas
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Verdacht auf Kreuzbandriss bestätigt sich nicht
29.8.2008 von Andreas.
Seit gestern Mittag und einem schmerzenden Knie heute Morgen ist klar, dass ein Start bei der WM für mich nicht mehr in Frage kommt.
Nach einem Sturz, gestern Morgen, auf mein linkes Knie wurde gestern Mittag bei einer Kernspintomografie ein Erguss hinter meiner Kniescheibe diagnostiziert. Zwei Wochen ist nun an Sport nicht zu denken. Traurig und nach all den Anstrengungen der letzten Wochen, ziemlich niedergeschlagen, muss ich meine Teilnahme bei der WM nun absagen.
Auch für meine Fans und Partner tut es mir sehr leid. Aber wer mich kennt weiß, dass ich mich durch Rückschläge nicht aus der Fassung bringen lasse und schon bald wieder neue Highlights planen werde, auch wenn die Absage heute erst einmal weh tut.
Mit zurzeit, weniger sportlichen dafür aber lieben Grüßen
Andreas Niedrig
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Am 2. August “Lauf um Dein Leben” Open Air kostenfrei in Sassenberg
21.7.2008 von Andreas.
Einen Tag vor dem Sassenberger Feldmark Triathlon, am Samstag den 2.August, hat der Veranstalter ein ganz besonderes Angebot. Um 19Uhr wird im Ziel Areal mein Film “Lauf um Dein Leben” Open Air gezeigt. Ich selbst werde vor und nach dem Film für Fragen zur Verfügung stehen.
Weitere Infos findet man auch direkt auf der Seite des Veranstalters unter: http://www.sassenberger-triathlon.de/
Am 3.August geht es dann mit einem der schönsten Triathlonveranstaltungen Deutschlands weiter
Der Feldmarktriathlon begleitet mich schon viele Jahre. 1999 siegte ich damals in der Grand Prix Distanz über 1,8km Schwimmen, 68km Radfahren und 15km Laufen. Dieser Sieg gab mir das nötige Selbstbewusstsein um im selben Jahr meine beste Platzierung beim Ironman auf Hawaii zu erlangen.
2002 gewann ich die Olympische Distanz auch hier war das ein gutes Vorzeichen denn beim anschließenden Ironman Florida wurde ich zweiter.
Letztes Jahr erreichte ich einen für mich sehr guten zweiten Platz hinter Stefan Werner, der grandios Rad fuhr und beim Laufen einfach der bessere war.
Dieses Jahr würde ich gern einen weitern guten Platz in meine Historie mit aufnehmen denn schon am 31.August geht es für mich mit den Weltmeisterschaften im Holländischen Almere weiter und die guten Vorboten des Felmarktriathlon würde ich gern mit in dieses Rennen hineinnehmen.
Also, macht Euch auf und kommt am 2.August zur Open Air Veranstaltung und am 3.August zur Traithlonveranstaltung. Ab 10Uhr geht es morgens los mit sicherlich vielen guten Sportlern die es gern haben wenn sie vom Publikum Unterstützung erfahren.
Liebe Grüße
bis bald
Andreas Niedrig
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Mopeten TV
6.6.2008 von Andreas.
so langsam kehrt das normal Leben wieder bei den Niedrig´s ein. Na ja, was heißt bei uns schon normal? Irgendetwas gibt es immer zu berichten.
Auf http://mopeten.tv/?p=102 gibt es einen ganz lustigen Beitrag zu sehen.
Das Internet Potal, meine Freundes Heiner Renneberg, hatte die glorreiche Idee, mich mit meinem Bike, in verschiedenen Disziplinen gegen zwei Motorräder antreten zu lassen. Ist nicht ganz so ernst gemeint, hatte aber doch den Charakter eines “kleinen” sportlichen Wettkampfes.
Das wichtigste an allem war aber der Spaßfaktor.
Sportlich bin ich dabei mich wieder in Form zu bringen. Am 31 August ist ja für mich Stichtag.
Almere, Weltmeisterschaft!! http://www.triathlon-almere-2008.org/
Zurzeit trainiere ich wieder 5-6Stunden am Tag. Ich bin super motiviert und freue mich sehr auf die Zeit der Vorbereitung. Allerdings bin ich keine zwanzig mehr und das spüre ich jeden morgen beim aufstehen. Die Muskeln sind müde und ich spüre, dass ich älter werde. Aber ich habe diese Herausforderung angenommen und werde alles tun um das bestmögliche Ergebnis, für mich und für Deutschland zu erzielen.
Es wird im Vorfeld einige Vorbereitungswettkämpfe geben.
Am 15ten Juni werde ich in Bocholt auf der Olympischen Distanz um 12.30Uhr an den Start gehen. Infos gibt es unter: http://www.aasee-triathlon.de/
Am 22ten Juni werde ich beim Westfahlen Triathlon starten. Mein alter Verein und ewiger Unterstützer Rückenwind http://www.rueckenwind-sportservice.de/ gibt mir die Chance meinen Vorjahressieg zu wiederholen. Infos unter: http://www.westfalentriathlon.de/
Sonntag der 3te August wird es ein Wiedersehen beim wunderschönen Triathlon in Sassenberg geben. Auch hier gibt es eine Webseite: http://www.sassenberger-triathlon.de/
In nächster Zeit wird es immer mal wieder Infos geben. Über meine Trainingszustand und über Wettkämpfe, wo man mich sehen und treffen kann.
Ich wünsche allen Lesern einen guten Start in die Fußball Europameisterschaft,
alles Liebe
Andreas Niedrig
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Nach drei Wochen, mal wieder zu Hause
1.5.2008 von Andreas.
Danke, für die großartige Unterstützung aller die mich auf meiner Kino-Tour begleitet haben. So etwas habe ich noch nie erlebt. Jeden Tag, zwei bis drei TV Auftritte, Radio, Zeitung und am Abend ab ins Kino.
Jetzt bin ich zwar ziemlich müde aber froh, dass ich mich am Sonntag beim Triathlon Rennen in Buschhütten etwas ausruhen kann. Es hat mir großen Spaß gemacht nach den Kinovorstellungen die Reaktionen des Publikums erleben zu dürfen.
Uwe Ochsenknecht u. Max Riemelt
Jetzt werde ich erst einmal meine Akkus wieder aufladen, den schon jetzt gibt es Ideen für weitere Projekte für die ich eine Menge Kraft und Ausdauer benötige.
Bis bald Ihr
Andreas Niedrig
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Pressestimmen zum Film “Lauf um Dein Leben”
1.5.2008 von Andreas.
„„Rocky läuft! Ein inspirierendes Drama mit einfacher Botschaft: Jeder verdient eine zweite Chance.“
BILD
Es handelt sich [um es vorweg zu nehmen] um ein dramaturgisch tadelloses Biopic.“ „Andreas Niedrig ist ein würdiger Kinoheld, Max Riemelt dessen glaubhafte Inkarnation.“ “Lauf um Dein Leben“, das Regiedebut von Adnan Günter Köse, bildet auch die Achtziger gründlich ab.“ “Das intensive Spiel holt den Zuschauer in diese Geschichte.“
WELT
„Eisern!“
BERLINER KURIER
„Niedrig ist ein würdiger Kinoheld, Max Riemelt dessen glaubhafte Inkarnation.
BERLINER MORGENPOST - LIVE
„Applaus“B.Z. „Ein nachdenklicher Film über ein reales Märchen mit großartigen Bildern, die Regisseur Adnan Köse und Kameramann James Jacobs der bizarren Schönheit des schmuddeligen Ruhrpotts entrissen haben.“
MANNHEIMER Morgen Magazin
„…rasante Kinobilder…“ „…starke Besetzung…“
WAZ
„Die wahren Geschichten sind eben doch die besten.“
„Die große Überraschung: Comedian Axel Stein überzeugt in seiner ersten ernsthaften Rolle…“
PLAYBOY
„Max Riemelt ist beeindruckend besessen, als Junkie wie als Sportler.“
BLOND
„Dagegen ist ‚Rocky’ nur Amateurliga: Denn die Geschichte des Triathleten Andreas Niedrig ist nicht nur dramatisch, sondern auch wahr!“
„…inspirierend.“
BILD AM SONNTAG
„Einrucksvoll, lebensnah und mit großer Emotion“
„Klasse!“
HÖRZU
„… überzeugend gespielt…“
TV 14
… inspirierend …“
„Die ungewöhnliche Geschichte und Hauptdarsteller Max Riemelt faszinieren.“
TV DIGITAL
„Toll gespieltes Drama zuwischen Heroinhölle und Hochleistungssport.“
Wertung: Roter Stern (=empfehlenswert)
TV MOVIE
„… eindrückliche, manchmal schockierende Bilder, die haften bleiben.“
„… bewegend…“
RUNNERS WORLD
“102 Minuten emotionales, zum Teil schockierend realistisches Kino und eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst.”
TRIATHLON
“Ein Film voll Poesie, großer Gesten und viel Symbolkraft.”
“Max Riemelt bietet eine bravouröse Schauspielleistung… “
“…beeindruckend vielseitige, zur großen Geste neigende Bildsprache von Adnan G. Köse, der mit seinem Spielfilmdebüt kein reines Sportler-Biopic schuf, sondern ein lehrreiches Drogendrama über die Gefahr jugendlicher Selbstüberschätzung und die Möglichkeit, aus eigener Kraft Veränderungen herbeizuführen.”
„Optisch packendes Drogendrama, das mit großen Emotionen eine lehrreiche Botschaft vermittelt.“
Wertung: Daumen schräg hoch
CINEMA
„… treffend gezeichnetes Achtziger-Jahre-Milieu…“
„Vor allem (…) Axel Stein überrascht hier mit seiner vermutlich ersten ernsten Kinorolle…“
„… Max Riemelt mit starker physischer Präsenz…“
FILMECHO/FILMWOCHE
„…: ein fesselndes Drama…“
WIDESCREEN VISION
„… das Kolorit der Zeit immer mit Augenzwinkern bebildert.“
„[LAUF UM DEIN LEBEN] beschwört (…) Freundschaft und Verantwortung und vergisst dabei den Spaß nicht.“
CHOICES
„… beachtliche Gruppenleistung (Max Riemelt, Axel Stein, Uwe Ochsenknecht und Jasmin Schwiers) vor einer überzeugenden Kamera…“
„Mitreißend!“
DATES
„Ein packender Film um einen Menschen, der sich durch den Sport wieder gefunden und sich letztendlich dadurch gerettet hat.“
FRIZZ
„Inszenatorisch überzeugend und mit viel Zeit für seine Charaktere, weiß die Geschichte zu gefallen und kann auch dank Ihrem sympathischen Darstellerensemble, bei dem sich Axel Stein als große Überraschung herausstellt, glänzen.“
MOVIEMAZE.DE
„Eine dramatische Biografie (…) gelang Adnan G. Köse mit seiner wahren Geschichte über den Weltklasse-Sportler Andreas Niedrig.“
KINO.DE
“Lauf um dein Leben” ist einer der authentischen Filme, den ich in letzter Zeit gesehen habe. Die Figur des Andreas macht viele Fehler und Max Riemelt gibt ihm sehr gut ein Gesicht. Allgemein sind die Jungdarsteller brillant zusammengesetzt und machen ihre Sache super. Besonders hervorzuheben ist hier Axel Stein, der nach vielen Comedysachen und dem missglückten “Klasse von 99” zeigen kann, was in ihm steckt, und gleich in die Vollen langt. Die für die Hintergrundmelodie ausgewählten Lieder passen sich sehr gut der jeweiligen emotionalen Lage an. Fazit: Ein sehr schönes Einstiegswerk von Adnan Köse und ein brillianter Durchhaltefilm!
ZELLULOID.DE
Doch der Film ist kein nüchterner Schulfilm, der irgendwelche Zeigefinder hebt. Er ist ein beeindruckendes, bildmächtiges, dramaturgisch geschickt aufgezogenes Stück Kino. Auf temporeiche Sportszenen folgt der Rückgriff auf die 80er-Jahre im Ruhrgebiet, Andreas” Jugendjahre. Mit seiner Jungs-Gang zieht er kiffend umher, alles ist fröhlich, gut gelaunt. Das erinnert so, wie Köse es gedreht hat, an zotige Teenager-Komödien, zumal sowohl Hauptdarsteller Riemelt als auch der adipöse und diesmal kahlrasierte Axel Stein eine Vergangenheit in diesem filmischen Milieu haben. Hier ist es aber Mittel zum Zweck - launig wird erzählt, wie gut gelaunt man Drogen konsumieren kann. Andreas scheint sogar den Absprung aus dem kleinkriminellen Umfeld geschafft zu haben, als er Vater wird und Sabine heiratet (Jasmin Schwiers).
Die Bilder, die Farben, die Anmutung ändern sich, als aus dem vermeintlichen Spiel bitterster Ernst wird, als Heroin ins Leben der vier Kumpel tritt. “,H” ist mehr als eine Droge - es ist Liebe auf den ersten Blick” - eine trügerische Liebe. Nach und nach zerschellt alles, was sich Andreas aufgebaut hat, an der Fixerei. Als schließlich Kumpel Motte (Robert Gwisdek) an einer Überdosis stirbt und Andreas von seiner Frau aus der Wohnung geschmissen wird, will er aufgeben: Er spritzt sich erneut Heroin in die Adern und versucht, sich per Autounfall selbst zu töten. Er überlebt. Und versucht eine Therapie.
Doch therapierbar im eigentlichen Sinne ist er nicht, nach dem Versuch entscheidet er sich für den Sport, wendet sich an seinen alten Coach Oscar (Uwe Ochsenknecht) und trainiert hart für seine Triathlon-Premiere. Er tauscht Sucht gegen Sucht, Sport gegen Drogen. Und wird dennoch so etwas wie gesund.
Regisseur Köse, der auch das Drehbuch verfasste, gelingen Momente von großer Dramatik wie unbeschwerter Komik - schlussendlich ist sein Film jedoch so beklemmend geworden, wie es das Sujet verdient. Daran ändert auch das versöhnliche weil sportlich erfolgreiche Ende des Films nicht. Und: Köse inszeniert ein sehenswertes Ensemble, in dem weniger der bekannte Ochsenknecht als der junge Riemelt hervorsticht und auch Axel Stein einen überzeugenden Schritt weg vom Klamauk in Richtung Charakterfach tut.
Tim Kosmetschke, Rhein-Zeitung
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Lauf um dein Leben
18.4.2008 von Andreas.
am 24zigsten April ist es nun so weit. Mein Kinofilm kommt in die Kinos. Unter www.laufumdeinleben.kinowelt.de gibt es viele Informationen rund um den Film. Auch wird es eine Kino-Tour geben. Termine kann man auf der Film Webseite finden.
Ich bin bei folgenden Terminen dabei:
21ter Dinslaken, Lichtburg
22ter Köln,Cinedom
24ter Berlin, Cubix
25ter Leipzig, Cinestar
26ter Recklinghausen, Cineworld
27ter Dettelbach, Cineworld
27ter Würzburg, Cinemax
28ter Frankfurt Metropolis
Auch wird es einige TV Sendungen geben, zu denen ich eingeladen wurde.
18ter 13Uhr ZDF Mittagsmagazin
18ter SWR Landesschau
18ter 21.45-22.30Uhr WDR Kölner Treff u.20April 8.05Uhr
19ter WDR A 40 16.30Uhr- 17.00Uhr
22ter ZDF Volle Kanne
23ter ARD Morgenmagazin Sport
24ter Sat1 Frühstücksfernsehen
In den nächsten Tagen, Wochen und Monaten wird es noch einige TV Sendungen mit mir geben. Auch verschiedene Formate haben und werden mich im laufe des Jahres begleiten. Ich werde versuchen auf meiner Webseite die Termine so aktuell wie möglich zu halten.
Ich freue mich schon jetzt auf den einen oder anderen Besucher meiner Webseite den ich auf meiner Kino-Tour treffe.
Liebe Grüße
Ihr
Andreas Niedrig
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Nach 8:51std und einem 9ten Platz glücklich im Ziel
14.4.2008 von Andreas.
Guten Morgen,
mit ziemlich dicken Beinen, aber einem sehr guten Gefühl im Bauch, schreibe ich heute etwas über mein Ironman Rennen von gestern.
Das Wetter war so, wie man es sich für eine solche Veranstaltung wünscht. Kaum Wind, etwas Regen und das Meer war ruhig. Mein erstes Teilziel, als erster das Wasser zu verlassen, hat leider nicht geklappt. Ein Langstreckenschwimmer schwamm vorweg, hatte aber mit dem weiteren Rennverlauf nichts mehr zu tun. Zufrieden stieg ich vorn mit der Spitzengruppe auf mein Rad.
Nach etwa 40zig Kilometern führte ich das Rennen an und ich würde nicht Andreas Niedrig heißen, wenn dies alles problemlos weiterverlaufen wäre. Ich bekam einen Platten, konnte aber bereits nach 6min wieder auf mein Rad steigen und die Verfolgung aufnehmen. Meine Beine fühlten sich gut an und es lief richtig gut: ich hatte einfach Spaß!!!
Als sechst Platzierter ging ich auf die Laufstrecke und im ersten Teilbereich lief es erstaunlich gut. Ich konnte den später fünft Platzierten Steffen Liebetraut anfangs distanzieren und genoss jeden einzelnen Kilometer. Doch dann musste es kommen, wie es kommen muss - mit meiner nicht grade optimalen Wettkampfvorbereitung gingen meine Beine zu und ich musste schon ziemlich beißen, um nicht ganz aus meinem Rennrhythmus zu kommen. Als ich dann in die Zielkurve einlief und erfuhr, dass ich Neunter bin, war ich ziemlich glücklich.
Jetzt werde ich die letzten zwei Tage so gut es geht genießen. Am Abend wird es die Siegerehrung geben und als neunt Platzierter wird es ein für mich unerwartetes Preisgeld geben. Dieses werde ich einer Stiftung in Südafrika spenden, die Kinder und Jugendlichen eine gute Ausbildung ermöglicht.
Wir Triathleten sind in diesem Land mit offenen Armen empfangen worden und ich bin hier durchweg nur freundlichen Menschen begegnet. Das Südafrika ein Land mit Problemen ist, war mir durchaus bewußt. Mit der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2010 und den aufgeschlossenen Menschen in diesem Land wird sich Südafrika sicherlich genau so präsentieren, wie ich es erleben durfte.
Das war es erst einmal von meiner Seite. Allen die mir für das Rennen die Daumen gedrückt haben, möchte ich danken,
bis bald Ihr
Andreas Niedrig
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